Die translationale biomedizinische Forschung stützt sich auf Tierversuche und liefert die grundlegenden Praxisnachweise für klinische Studien. Dadurch unterliegen translationale Forscher einer erhöhten Sorgfaltspflicht, um aus jedem Experiment den größtmöglichen Nutzen zu ziehen. Die Umsetzung von Open-Science-Praktiken hat das Potenzial, einen Wandel in der Forschungskultur einzuleiten. Dieser könnte die Transparenz und Qualität der translationalen Forschung im Allgemeinen verbessern sowie die Reichweite und wissenschaftliche Bedeutung veröffentlichter Forschungsergebnisse erhöhen. Allerdings ist Open Science in der wissenschaftlichen Gemeinschaft zu einem Schlagwort geworden, das in der praktischen Umsetzung oft sein Ziel verfehlt.
Die Open Science Toolbox bietet einen umfassenden Überblick über Open-Science-Praktiken, die in allen Phasen des Forschungsprozesses – von der Studienplanung über Datenerhebung und -analyse bis hin zu Publikation und Dissemination – angewendet werden können. Sie unterstützt Forschende dabei, Transparenz und Qualität ihrer Arbeit zu erhöhen. Da sich Open-Science-Praktiken kontinuierlich weiterentwickeln, wird die Toolbox fortlaufend aktualisiert, um aktuelle Entwicklungen und bewährte Verfahren zu berücksichtigen.
- Ort: Online
- Datum: 03.03.2026, 15:00-17:00 Uhr
- Referent:Dr. Kai Diederich, Bf3R, Berlin
- Teilnahme kostenfrei, Anmeldung obligatorisch: Anmeldungslink
- Mehr Informationen: hier
Zur Veranstaltungsreihe
Bf3R Insights ist eine Online-Seminarreihe des Deutschen Zentrums zum Schutz von Versuchstieren (Bf3R) mit dem Ziel, die vielfältigen Arbeitsthemen des Zentrums den ebenso vielseitigen Interessensgruppen näherzubringen. Sie können sich kostenfrei für einzelne oder auch mehrere Seminare anmelden. Bitte nutzen Sie dazu die Anmeldung auf der Webseite der BfR-Akademie: bfr-akademie.de
Die Seminare werden für die geforderte regelmäßige Fortbildung zur Aufrechterhaltung (nicht Erlangung) der Sachkunde gemäß § 3 Abs. 2 Tierschutz-Versuchstierverordnung (TierSchVersV) anerkannt. Dafür wird angemeldeten Teilnehmenden im Anschluss an das jeweilige Seminar ein Teilnahmezertifikat elektronisch zugesandt. Es obliegt den Teilnehmenden sicherzustellen, dass die besuchten Seminare im Kontext mit dem persönlichen Forschungsschwerpunkt stehen und sich somit für die individuelle Fortbildung eignen.
