Je nachdem, wie mit Tieren umgegangen wird, können dadurch Stress und Angst ausgelöst werden, wodurch das Wohlbefinden der Tiere beeinträchtigt und zudem Versuchsergebnisse beeinflusst werden. Daher ist es notwendig, die Mensch-Tier-Interaktion so schonend wie möglich zu gestalten. Bei Mäusen, den am häufigsten verwendeten Labortieren, haben sich das Tunnel- oder auch Cup-Handling als schonendere Alternative zu dem Griff am Schwanz bewährt.
In dem Vortrag werden Tunnel- und Cup-Handling zunächst anhand von Videos erklärt und Tipps zur praktischen Umsetzung gegeben. Anschließend werden ausgewählte Studien vorgestellt, in denen die Auswirkungen der verschiedenen Handlingmethoden untersucht wurden. Potenzielle Hürden, die vor der Implementierung innerhalb der eigenen Tierhaltung diskutiert und überwunden werden sollten, werden ebenfalls thematisiert. Generell erscheint es sinnvoll, dass die Einführung von Tunnel- und/oder Cup-Handling mit allen Beteiligten der eigenen Tierhaltung besprochen wird, damit alle Kolleginnen und Kollegen gemeinsam im Sinne der 3R an einem Strang ziehen.
- Ort: Online
- Datum: 07.07.2026, 15:00-17:00 Uhr
- Referent:Dr. Katharina Hohlbaum, Bf3R, Berlin
- Teilnahme kostenfrei, Anmeldung obligatorisch: Anmeldungslink
- Mehr Informationen: hier
Zur Veranstaltungsreihe
Bf3R Insights ist eine Online-Seminarreihe des Deutschen Zentrums zum Schutz von Versuchstieren (Bf3R) mit dem Ziel, die vielfältigen Arbeitsthemen des Zentrums den ebenso vielseitigen Interessensgruppen näherzubringen. Sie können sich kostenfrei für einzelne oder auch mehrere Seminare anmelden. Bitte nutzen Sie dazu die Anmeldung auf der Webseite der BfR-Akademie: bfr-akademie.de
Die Seminare werden für die geforderte regelmäßige Fortbildung zur Aufrechterhaltung (nicht Erlangung) der Sachkunde gemäß § 3 Abs. 2 Tierschutz-Versuchstierverordnung (TierSchVersV) anerkannt. Dafür wird angemeldeten Teilnehmenden im Anschluss an das jeweilige Seminar ein Teilnahmezertifikat elektronisch zugesandt. Es obliegt den Teilnehmenden sicherzustellen, dass die besuchten Seminare im Kontext mit dem persönlichen Forschungsschwerpunkt stehen und sich somit für die individuelle Fortbildung eignen.
