"Wir sollten damit aufhören, Tierversuche gegen andere Modelle auszuspielen". So lautet der Titel des Interviews mit Prof. Dr. Hippenstiel, Sprecher des Einstein-Zentrums 3R und von Charité 3R, das im Frühjahr dieses Jahres in Albert erschien, dem Magazin der Einstein Stiftung, und das nun auch online verfügbar ist.
Die Journalistin Nora Lessing spricht mit Prof. Dr. Stefan Hippenstiel über Tierversuche, Alternativmethoden und über die Zukunft der biomedizinischen Wissenschaft. Es geht dabei um die Anwendbarkeit, Chancen und Begrenztheit von Modellen und um generelle Schwierigkeiten mit der Translation, d.h. der Übertragung von Forschungsergebnissen im Labor auf die Anwendung in der medizinischen Praxis – Schwierigkeiten, die Alternativmodelle wie Organoide betreffen genauso wie Tierversuche. Es geht um die Qualität biomedizinischer Forschung und auch um die fortbestehende Relevanz der 3R (Reduce, Refine, Replace) bei Tierversuchen, die insbesondere in der Grundlagenforschung weiterhin notwendig sind – etwa weil eine Erprobung nur in einem lebenden Organismus sinnvoll ist, wie bei der Entwicklung und Erprobung mitwachsender Herzklappen, die bei Kindern zum Einsatz kommen sollen.
